Projektförderung

Förderung für Integrationsprojekte der Migrantenvereine

Die Zuschussvergabe für Integrationsprojekte der Migrantenvereine wird vom Interkulturellen Büro bearbeitet. Richtlinien legen die Kriterien der Förderung und die Verfahrensschritte der Zuschussgewährung.

Wer kann Anträge stellen?
Anträge können Migrantenvereine stellen, die im Vereinsregister Darmstadt eingetragen sind und deren Aktivitäten sich auf den Raum Darmstadt beziehen.

Welche Projekte können gefördert werden?
Zuschüsse können für solche Integrationsprojekte bewilligt werden, die die Ziele eines friedlichen und kooperativen Zusammenlebens von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Herkunft verfolgen. Unter Projekten werden Einzelveranstaltungen oder zeitlich befristete Aktivitäten verstanden. Im Jahr 2008 werden in Absprache mit dem Ausländerbeirat ausschließlich Bildungsprojekte wie Deutschkurse, Alphabetisierungskurse, herkunftssprachlicher Unterricht, Seminare oder andere Bildungsangebote wie z.B. Computerkurse bezuschusst. Der Zuschuss kann maximal 75% des Defizits (Ausgaben minus Einnahmen) und maximal 500,00 Euro pro Antrag betragen. Entsprechend den Möglichkeiten des Haushalts kann die maximale Zuschusshöhe reduziert werden.

Wie viele Projektanträge kann ein Migrantenverein stellen?
Die Vereine können pro Quartal einen Zuschussantrag stellen.

Wo werden die Projektanträge besprochen?
Die Zuschussanträge werden bei öffentlichen Sitzungen des Ausländerbeirates besprochen. Der Ausländerbeirat gibt ein entsprechendes Votum ab. Die Vereine werden gebeten, an den Sitzungen des Ausländerbeirates teilzunehmen, damit sie dort ihren Verein und ihr Projekt vorstellen können.

Was gehört in den Zuschussantrag?
Im Zuschussantrag an das Interkulturelle Büro führt der Verein aus, welche die Ziele, Zielgruppe und Inhalte des Projektes sind. Darüber hinaus wird ein Finanzierungsplan mit den voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben erstellt.

Was ist beim Verwendungsnachweis zu beachten?
Der Verwendungsnachweis ist dem Interkulturellen Büro innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Projektes vorzulegen, und beinhaltet eine detaillierte Angabe der Einnahmen und Ausgaben sowie die Originalrechnungen und Überweisungsbelege. Als Anlage zum Verwendungsnachweis ist ein schriftlicher Sachbericht über den Verlauf des Projektes einzureichen.

Projektförderung „Aktion Weltoffenes Darmstadt

Im Jahre 2002 wurde eine Arbeitsgruppe „Aktion Weltoffenes Darmstadt“ gebildet, um im Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Neonazismus Maßnahmen zu fördern, die geeignet sind, das weltoffene und liberale Profil Darmstadts zu schärfen. Dabei sollen Aktivitäten von Vereinigungen gebündelt oder Projekte der Arbeitsgruppe eingeleitet werden.

Wer kann Anträge stellen?
Zuschussanträge können im Vereinsregister Darmstadt eingetragene gemeinnützige Vereine sowie andere Organisationen und Institutionen mit Sitz in Darmstadt stellen, die ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke verfolgen.

Wo werden die Projektanträge besprochen?
Die Projektanträge werden in den Sitzungen der AG „Aktion Weltoffenes Darmstadt“ besprochen. Die Arbeitsgruppe gibt ein entsprechendes Votum ab.

Welche Projekte können gefördert werden?
Die „AG Aktion Weltoffenes Darmstadt“ bezuschusst Projekte entsprechend ihrer Zielsetzung. Dies können Schul-, Theater-, Stadtteil- oder Sportprojekte, aber auch Seminare, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte o.ä. Kulturveranstaltungen sein. Der Zuschuss kann maximal 80% des Defizits (Ausgaben minus Einnahmen) betragen.

Was gehört in den Zuschussantrag?
Im Zuschussantrag an das Interkulturelle Büro führt der Verein bzw. die Organisation aus, welche die Ziele, Zielgruppe, und Inhalte des Projektes sind. Darüber hinaus wird ein Finanzierungsplan mit den voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben erstellt.

Wann müssen die Anträge abgegeben werden?
Der Antrag für die Bewilligung eines Zuschusses ist schriftlich vor dem 31.05. (für Aktivitäten und Projekte im II. Halbjahr) und vor dem 30.11. (für Aktivitäten und Projekte im I. Halbjahr des Folgejahres) beim Interkulturellen Büro zu stellen. Kleinere Projekte können auch außerhalb dieser Fristen gefördert werden.

Was ist beim Verwendungsnachweis zu beachten?
Der Verwendungsnachweis ist dem Interkulturellen Büro innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Projektes vorzulegen und beinhaltet eine detaillierte Angabe der Einnahmen und Ausgaben sowie die Originalrechnungen und Überweisungsbelege. Als Anlage zum Verwendungsnachweis ist ein schriftlicher Sachbericht über den Verlauf des Projektes einzureichen.

Projektförderung „Vielfalt tut gut“

Im Jahre 2007 erhielt die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Zuschlag für die Durchführung eines Lokalen Aktionsplans für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Mit diesen Mitteln, die das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend in dem Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ zur Verfügung gestellt hat, können Projekte in einem Netzwerk in drei Förderphasen bis Ende 2010 gefördert werden. 2007/2008 werden 19 Projekte gefördert, um demokratische Strukturen weiter zu stärken und die Entstehung rechtsextremistischer Tendenzen zu bekämpfen. Die Stadt hat den „Förderverein Zentrum für Demokratie und Menschlichkeit gegen Rassismus e.V.“ als externe Koordinierungsstelle beauftragt.

Wer kann Anträge stellen?
Zuschussanträge können im Vereinsregister Darmstadt eingetragene gemeinnützige Vereine sowie andere Organisationen und Institutionen mit Sitz in Darmstadt stellen, die ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke verfolgen.

Welche Projekte können gefördert werden?
Leitziele des Lokalen Aktionsplans in Darmstadt sind die Stärkung demokratischer Persönlichkeitsstrukturen und sozialer Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt, die Stärkung der demokratischen Kultur der Stadtgesellschaft und die Erweiterung der Zahl der Akteure und Stärkung der Vernetzung. Es werden Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dieser Zielsetzung gefördert, wie Schulprojekte, Stadtteilprojekte, Theaterprojekte, Projekte zur Aufarbeitung und Bewusstmachung der NS-Geschichte, Sportprojekte, Fortbildungen, Befragungen oder Öffentlichkeitsveranstaltungen. Die Auswahl wird von einem Begleitausschuss, dem städtische und außerstädtische Vertreterinnen und Vertreter angehören, vorgenommen. Ein Projekt kann maximal bis zu 20.000 Euro und in der Regel bis zu einem Jahr gefördert werden.

Was gehört in den Zuschussantrag?
Im Zuschussantrag an das Interkulturelle Büro führt der Verein bzw. die Organisation aus, welche die Ziele, Zielgruppe, und Inhalte des Projektes sind. Weiterhin wird auf die Umsetzung des „Gender Mainstreaming“ eingegangen. Erfolgsindikatoren für das Projekt werden festgelegt. Darüber hinaus wird ein Finanzierungsplan mit den voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben erstellt.

Wann müssen die Anträge abgegeben werden?
Vor jeder Förderphase gibt es eine öffentliche Ausschreibung mit einer Antragsfrist. Die nächste Ausschreibung für 2009 erfolgt nach den Sommerferien 2008.

Was ist beim Verwendungsnachweis zu beachten?
Der Verwendungsnachweis ist dem Interkulturellen Büro innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Projektes vorzulegen, und beinhaltet eine detaillierte Angabe der Einnahmen und Ausgaben sowie die Originalrechnungen und Überweisungsbelege. Als Anlage zum Verwendungsnachweis ist ein schriftlicher Sachbericht über den Verlauf des Projektes einzureichen.